Vereinigung der Baum- und Gartenpfleger im Kreisverband Hof für Gartenbau und Landespflege e. V.

Aktuelles

Sommerschnittkurs 2019

Am 19.07.2019 kamen 55 Interessierte bei herrlichem Sommerwetter nach Wacholderbusch auf die Streuobstwiese, um sich von Werner Dippold, Gerhard Trapper und Alfred Renner in die Geheimnisse des Okulierens und des richtigen Baumschnitts einweihen zu lassen.

 

Später durften alle auch selbst Hand anlegen.

 

Mit Bratwürsten und Kaffe und Kuchen sorgte die Baumpflegerbereinigung auch noch aufs Beste für das leibliche Wohl der Teilnehmer und einen gemütlichen Ausklang.

 

 

Schnittkurse Frühling 2019

Über 80 Teilnehmer fanden sich bei den Schnittkursen im Frühling 2019 auf der Streuobstwiese in Wacholderbusch ein.

 

Nach einem kurzen theoretischen Teil, der auch Pflanzung, Düngung und Sortenwahl von Obstbäumen streifte, erklärten die Referenten Werner Dippold, Christa Klessinger, Alfred Neumeister, Manfred Penzel und Gerhard Trapper direkt am Baum, worauf es ankommt. Und da probieren über studieren geht, durften die Teilnehmer auch selbst Hand anlegen, um die richtige Schnittführung mit Säge und Schere zu erlernen.  

Besuch der Fachakademie für Sozialpädagogik Ahornberg

50 angehende KinderpflegerInnen und ErzieherInnen der Fachakademie  Ahornberg besuchten im September die Streuobstwiese.

An zwei Tagen wurde ihnen unter der Leitung von Gerhard Trapper die Kulturlandschaft und der Lebensraum rund um die  einmalige Streuobstwiese nahe gebracht.

Von der Bedeutung alter Apfelsorten, der Pflege des Baumbestandes, dem wertvollen Naherholungsraum  und dem wohltuenden Aufenthalt in der reichhaltigen Naturlandschaft waren die Besucher samt ihrer Lehrkräfte vollauf begeistert. Und ganz nebenbei
wuchsen die Klassengemeinschaften durch das gemeinsame Erlebnis ein großes Stück weit zusammen!



"Das reiche Füllhorn der Natur"- 25 Jahre Streuobstwiese Wachholderbusch

 

Die Streuobstwiese Wachholderbusch feierte 2016 ihr 25-jähriges Bestehen. Sie war damals die erste Lehrobstwiese im Landkreis Hof. Zum Erntedankfest wurde die von Christa Klessinger neu erstellte Informationstafel eingeweiht. Auf der einen Seite stellt sich Verein und Streuobstwiese nebst den Obstsorten vor, auf der Rückseite wird der Lebensraum Streuobstwiese erläutert.

 

Eine große Obstsortenausstellung informierte anhand der zum Reinbeißen verlockenden Früchte über die Vielfalt der Streuobstwiese, und das nicht nur theoretisch: auch eine Verkostung war möglich. Die Jugend des Gartenbauverein Neuhaus stellte die vereinseigene Apfelpresse vor: Pressen wie anno dazu mal mit der Spindelpresse. Für den Nachmittag war eine Führung auf dem Obstlehrpfad anberaumt. 

 

Unzählige Kinder und Jugendliche waren schon im grünen Klassenzimmer unterwegs, lernten alte und neue Obstbaumsorten und die Benjes-Hecke kennen, benannt nach ihrem Erfinder, dem Gärtner und Naturfotografen Hermann Benjes (1937 bis 2007) aus Niedersachsen. "Die Hecke bildet einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Insekten, Kleintiere und Vogelarten wie Heckenbrüter, ist Nahrungs- und Zufluchtsstätte und bei uns auch Windschutz", erklärt Gerhard Trapper, der Vorsitzende der Vereinigung der Baum- und Gartenpfleger im Landkreis Hof, besser bekannt als Baumpflegervereinigung. Er gehörte schon 1991 zu den Machern bei den ersten Pflanzaktionen auf der Streuobstwiese nahe dem Selbitzer Ortsteil Wachholderbusch mit damals 70 Bäumen. Mittlerweile zählt die Streuobstwiese 200 Bäume und hat neben dem Schwerpunkt mit alten Obstsorten von Äpfeln, Birnen, Zwetschgen, Süß- und Sauerkirschen auch neue Sorten im Bestand. 2009 erfolgte die Erweiterung der Streuobstwiese mit den Jugendgruppen des Hofer Kreisverbandes.

 

Zurück zum Beginn der Streuobstwiese: Martin Körnschild, der damalige Vorsitzende der Baumpfleger, gilt als Ideengeber für die Streuobstwiese. Er fand Mitstreiter im Kreisvorsitzenden für Gartenbau und Landschaftspflege, Walter Heinrich, und dem Kreisfachberater Norbert Sörgel. Die Stadt Selbitz stellte damals wie heute die Fläche zur Verfügung, die von den Mitgliedern der Baumpflegervereinigung betreut und gepflegt wird. Dazu gehören auch Mäharbeiten und die Pflege der Randbereiche. Fester Bestandteil im Jahresprogramm sind drei Baumschnittkurse, zwei im Frühjahr und einer im Sommer, zudem ein Veredlungskurs und im Herbst dann das Erntedankfest. Für den 1. Vorsitzenden Gerhard Trapper ist die Streuobstwiese ein idealer Lern- und Lehrort, um den Gartlern Wissen in Theorie und Praxis für das eigene grüne Gartenreich an die Hand zu geben. Das Erntedankfest gibt es erst seit 1996, erkämpft von Schriftführerin Gisa Jung, um die Streuobstwiese ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

 

Doch es gibt nicht nur Bäume auf der Streuobstwiese, sondern auch eine Schutz- und Gerätehütte, erbaut 2006, als Helmut Wächter aus Feilitzsch Vorsitzender war. Im Jahr darauf entstand der Naturlehrpfad, der an verschiedenen Obstbäumen vorbeiführt. Hier sind Info-Tafeln angebracht, die alles Wissenswerte über die einzelnen Bäume enthalten. Ansonsten hat jeder Baum ein Sortenschild. Da gibt es den Roten Boskop, Jakob Fischer und Kaiser Wilhelm, alles alte Apfelsorten, aber auch die Bühler-, Wangenheimer- und Hauszwetschge sowie die Birnensorte Conference und Kirschen der Sorten Burlat und Schneiders späte Knorbelkirsche. Die Vielfalt ist gigantisch, es leuchtet rot, gelb, grün und blau aus dem Laub der Bäume heraus.

 

Durch den nahezu einmaligen Strukturreichtum und die extensive Bewirtschaftung zählt die Streuobstwiese zu den artenreichsten Lebensräumen. Hier findet sich ein abwechslungsreiches Angebot aus Gräsern, Kräutern, Blüten, Früchten und Bäumen - ein breites Spektrum mit zahllosen Nahrungsquellen, Brut- und Aufenthaltsplätzen für viele Tiere. 18 Nistkästen gibt es zudem auf der Streuobstwiese. Diese werden im Spätherbst gereinigt und aufgeschrieben, wer diese bewohnte.